Da fehlen die Worte! Ein wahnsinniger Sonntag! Endlich den Trend gedreht!
Die Zuschauer, welche am letzten Sonntag in die Kloska-Arena kamen, dürften in Anbetracht des Spielprogramms unserer beiden Seniorenmannschaften wohl überwiegend mit einer Null-Punkte-Ausbeute gerechnet haben. Dass sie trotzdem wieder in so großer Zahl dabei waren, zeigt ihre Vereinsverbundenheit allen schlechten Resultaten der Vorwochen zum Trotz. Und dann erlebten sie einen echt wahnsinnigen Nachmittag.
Doch wieder zuerst unsere Jugend.
Hier wollen wir den tollen Bericht von Sascha Völler und 2 Fotos von der Facebook-Seite der JSG einfach wiedergeben:
Ein besonderes Wochenende liegt hinter den Jungs der E1 von Frank und Markus. Am Samstag und Sonntag waren sie zu Gast beim 23. EUREGIOTURNIER für U11/U10 in Weywertz (Belgien).
Dort trafen 24 Mannschaften aus vier Nationen aufeinander, um in einem tollen Rahmen zu kicken.
Unter anderem dabei waren die Mannschaften vom FC Schalke 04, dem 1. FC Köln, K.A.S Eupen und dem FC Eupen.
Bei einer tollen Atmosphäre rund um das Turnier belegten wir am Ende den 22. Platz, aber das war gefühlt nur Nebensache. Die Eindrücke, die Spiel am Samstag und Sonntag, die Nervosität, das Einlaufen und das ganze Drum und Dran werden noch lange in den Köpfen aller Beteiligten bleiben. Danke an das Trainerteam, die das mit den Kinder organisiert und durchgezogen haben, das ist Klasse!!


Die Seniorenspiele:
SV Nierfeld II – SG Keldenich/Scheven 2:2 (0:2)
Nach den letzten Spielen waren die Erwartungen gegen den starken Tabellendritten natürlich bescheiden. Und dann zeigte sich beim Aufwärmen auch noch, dass Jan Diederichs nicht wie erhofft spielen konnte. Dennoch hielt das Team um Jürgen Hallmann und Ali Basiri Poor lange Zeit mit dem feldüberlegenen Favoriten mit. Erst nach einem falschen Einwurf unsererseits schalteten die Gäste schnell und waren danach in der Mitte zur Stelle. Kurz vor der Halbzeit kam es noch schlimmer: der Schiri hatte ein Handspiel im 16er gesehen, die Proteste halfen – wie zu erwarten – nichts, also 0:2. Alles schien wie zuletzt zu laufen, und auch nach Wiederbeginn tat sich zunächst wenig, die Gastmannschaft hatte wohl den Dreier schon eingeplant. Doch etwa ab der 70.MInute drehte sich das Spiel, unsere Jungs witterten ihre Chance, machten nun kräftig Druck; und sie belohnten sich: nach einem Foul an Nico Schneidereit entschied der Schiri ebenfalls auf Elfmeter; die Proteste waren so erfolglos wie zuvor die unseren. Fabio Schmitz behielt in der hektischen Situation die Nerven – der Anschlusstreffer. Und jetzt lief die Begegnung nur noch in Richtung Gästetor. Aber auch die Uhr lief unbarmherzig weiter. Nun wurde Jan doch noch eingewechselt. 4 Minuten Nachspielzeit wurden angezeigt. Da setzte sich Fabio Fischer auf links durch, in der Mitte verlängerte Leon Kilian Mertens und wieder vollstreckte Fabio Schmitz. Der Ausgleich in letzter Minute – natürlich großer Jubel beim Schlusspfiff. Die Mannschaft hatte nicht nur einen wichtigen Punkt gegen den Abstieg geholt, sondern auch gezeigt, dass sie mit dieser Einstellung auch ohne jegliche Hilfe „von oben“ gegen eine Spitzenmannschaft der Liga mithalten kann. Das lässt für die kommende Spielzeit hoffen!
SV Nierfeld – Türkischer SV Düren 8:0 (2:0)
Wer hätte das gedacht? Neun Niederlagen in Serie, Tabellenplatz 14, akute Abstiegsgefahr. Und dann ein solches Spiel, ein solches Ergebnis! Selbst die optimistischsten Tipper bei unserem sonntäglichen Tippspiel lagen weit daneben.
Um es vorweg zu sagen – trotz unserer frühen Führung sah es lange Zeit nicht so deutlich aus. Hätten die Gäste in ihrer Drangphase vor und nach dem Seitenwechsel zum Anschlusstreffer getroffen, wäre das eine ganz knappe Kiste geworden. Unsere Abwehr war enorm gefordert, aber sie hielt gegen die starken Stürmer aus Düren mit ungeheurer Bissigkeit stand. Das war ebenso wichtig wie die deutliche Steigerung unserer Offensive. Schon nach wenigen Minuten traf Jonas Küpper aus dem Gewühl zur frühen Führung. Gut 10 Minuten später setzte sich Oleks Chornyi auf der linken Seite durch, seine präzise Flanke konnte Stephen Kinnen mit einem wuchtigen Kopfball verwandeln. Dann ging es hin und her, beide Seiten hatten ihre Chancen, aber ein Treffer fiel nicht mehr. So ging es auch nach dem Seitenwechsel zunächst weiter. Dann führte eine tolle Kombination über die rechte Seite zum schönsten Treffer des Tages. Stephen stand in zu spitzen Winkel zum Tor, sah den in der Mitte mitgelaufenen Yannick Schorn, spielte diesem in den Lauf, und der verwandelte eiskalt. Und jetzt kamen die Minuten von Yannick, lediglich unterbrochen von der roten Karte für einen Gästespieler nach einem Frustfoul. Yannick wurde auf der linken Seite gefoult. Oleks, der in Halbzeit eins schon an der Latte gescheitert war, jagte das Spielgerät direkt in die Maschen. Dann wurde Yannick mit einem starken Steilpass von Jonas in den freien Raum geschickt, er blieb cool und das 5:0 war fällig. Damit nicht genug. Trainer Dirk Scheer wechselte nun, denn jeder in der Kloska-Arena wusste um die Bedeutung des Torverhältnisses. Khoren Injabaryan – gerade eingewechselt – traf von der halbrechten Position: 6:0; dann war es wieder der starke Jonas Küpper, der den Ball flach in der linken Torecke versenkte, ehe schließlich Sven Pohl (ebenfalls eingewechselt und kurz vorher noch gescheitert) den 8:0 Endstand besorgte. Beim Schlusspfiff hielten sich Jubel und Fassungslosigkeit die Waage – die Frage „Warum nicht immer so“ drängte sich natürlich auf, ebenso wie die Einsicht klar war, dass der tolle Erfolg noch keineswegs die Rettung bedeutet; da müssen und wollen die Jungs am Pfingstmontag weitermachen, auch wenn es zum SC Elsdorf geht, der noch Aufstiegsambitionen hat. Das Donnerwetter in der Dürener Kabine ließ jedenfalls die Dinosaurierfiguren auf der Nachbarwiese wackeln.